Recruiting von geringqualifizierten oder ungelernten Arbeitskräften für Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP)

Die Branche der Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) hat einen großen Bedarf an geringqualifizierten oder ungelernten Arbeitskräften. Doch die Konkurrenz am Arbeitsmarkt ist hoch. Durch unsere langjährige Erfahrung arbeiten wir seit vielen Jahren erfolgreich mit unseren KEP-Kunden zusammen.

Situation der KEP-Branche in Deutschland

Entwicklung Sendungsvolumen und Umsatz in der KEP-Branche

Der Rückgang des Sendungsvolumens und Umsatzes bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten durch die Corona-Pandemie konnte gestoppt werden. Trotz dieser Stabilisierung und positiver Prognosen bleibt die Unsicherheit im Markt bestehen.

Liniengrafik zum Sendungsvolumen KEP-Branche von 2013 bis 2023
Sendungvolumen im deutschen KEP-Markt von 2013 bis 2023, in Mio. Sendungen [1]

Von 2013 bis 2023 stieg das Sendungsvolumen von rund 2,7 auf 4,18 Milliarden Sendungen an (+57 %). 2023 stieg das Volumen zum Vorjahr wieder leicht um ca. 0,6 % an. Besonders die Paketsendungen nehmen weiter stark zu und machen mittlerweile mehr als 86 % des Volumens aus. [1]

Der Umsatz der KEP-Branche steigt seit 2013 stetig. Betrug er 2013 noch 16,1, sind es 2023 schon 26,5 Milliarden Euro (+65 %). Zum Vorjahr stieg der Umsatz 2023 um 2,2 %. Das Wachstum stammt hauptsächlich aus dem B2C-Bereich, während das B2B-Geschäft zuletzt rückläufig war. [1]

Personalsituation bei Kurier-, Express- und Paketdiensten

Die KEP-Branche hat seit 2003 eine signifikante Steigerung der Beschäftigung erlebt. Bis 2023 stieg die Beschäftigung bei KEP-Unternehmen um 61 % (260.500 Beschäftigte), während im gleichen Zeitrum in Deutschland die Zahl der Beschäftigten um 17 % stieg. [1]

Laut der „Zustellerbefragung 2024” [2] mit 1.000 Teilnehmer:innen ist ein Großteil der Beschäftigten männlich (88 %). Etwa 86 % aller Beschäftigten sind zwischen 20 und 49 Jahre alt. 56 % der Antworten gingen auf deutsch ein. Ansonsten dominierten mit 24 % osteuropäische Sprachen.

85 % der Befragten gaben an, keine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben.

Die Herausforderungen für das Personal in der KEP-Branche sind vielfältig. Sie müssen mit der hohen Geschwindigkeit, bspw. von Expresssendungen, und dem ständig steigenden Sendungsvolumen umgehen. Zudem erfordern die Arbeitszeiten Flexibilität, da Nachtarbeit sowie Früh- und Spätschichten notwendig sind. Auch ist die Arbeit oft körperlich anstrengend.

Herausforderungen in der Personalakquise bei KEP-Unternehmen

Knapp ein Drittel aller freien Arbeitsplatzangebote richtet sich an Menschen ohne Berufsabschluss oder mit geringem Qualifikationsniveau [3]. Auch bei Kurier-, Express- und Paketdiensten wird entsprechendes Personal benötigt.

Ist dieses erst einmal gewonnen, besteht eine hohe Chance einer längerfristigen Zusammenarbeit: [2]

  • 84 % der Beschäftigten sind generell mit ihrer Arbeit und 93 % mit ihrem Unternehmen zufrieden.
  • Knapp 80 % möchten auch in zwei Jahren noch als Zusteller oder Zustellerin arbeiten.

Dennoch bestehen erhebliche Herausforderungen in der Personalakquise. Unter anderem, da die Konkurrenz durch andere Branchen, insbesondere Reinigung, Gastronomie und Speisezubereitung, hoch ist.

Erfolgsfaktoren beim Recruiting von geringqualifizierten und ungelernten Arbeitskräften

Ein erfolgreiches Recruiting von geringqualifizierten und ungelernten Arbeitskräften erfordert spezifische Strategien und Maßnahmen, um maximalen Erfolg zu bieten, Kosten zu senken sowie langfristig stabile und motivierte Belegschaften aufbauen.

Sichtbarkeit und Reichweite: Kandidat:innen gezielt ansprechen (Find)

Um die Reichweite und Sichtbarkeit als Unternehmen im Arbeitsmarkt zu erhöhen und gezielt geringqualifizierte und ungelernte Arbeitskräfte anzusprechen, ist es entscheidend, potenzielles Personal dort zu finden und anzusprechen, wo es sich aufhält.

Dabei spielt das sogenannte Active Sourcing eine wichtige Rolle. Dieses bezeichnet die proaktive Suche und Ansprache von potenziellen Kandidaten, bevor diese sich selbst bewerben.

Mögliche Kanäle hierfür sind vielfältig:

  • Werbung und Performance Marketing können gezielt auf die gewünschte Zielgruppe ausgerichtet werden.
  • Soziale Medien bieten die Möglichkeit, durch gezielte Kampagnen und ansprechende Inhalte Aufmerksamkeit zu generieren.
  • Jobportale und Online-Plattformen sowie -Communities sind ebenfalls wichtige Anlaufstellen, um potenzielle Kandidaten zu erreichen.
  • Darüber hinaus sollten lokale Gemeinschaften, Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht vernachlässigt werden, da sie direkten Zugang zu Arbeitskräften bieten.

Durch eine gezielte und breit gefächerte Ansprache über diese Kanäle können Unternehmen ihre Reichweite und Sichtbarkeit effektiv erhöhen und somit die passenden Kandidaten für ihre offenen Stellen gewinnen.

Wir beraten Sie gerne, welche digitalen Recruiting-Kanäle für Sie am besten geeignet sind.

Time-to-Hire verkürzen: Effizientes Recruiting für eine starke Belegschaft (Engage)

Time-to-Hire bezeichnet die Zeitspanne vom ersten Kontakt mit einem potenziellen Kandidaten oder einer Kandidatin bis zur finalen Einstellung.

Jede unbesetzte Stelle verursacht erhebliche Kosten. Dazu zählen Akquisekosten sowie Opportunitätskosten für das HR-Personal und die unbesetzte Position.

Ein effizienter Recruiting-Prozess ist unerlässlich, um Stellen schnell mit dem richtigen Personal zu besetzen. Digitalisierung kann hierbei unterstützen, indem sie einen reibungslosen und barrierefreien Prozess mit hoher „Candidate Experience” vom Erstkontakt bis zur Einstellung ermöglicht.

Wichtige Erfolgsfaktoren dabei sind:

  1. Attraktive Stellenanzeigen und Karriereseite: Der erste Touch-Point ist entscheidend. Die Sprache sollte klar und zielgruppengerecht sein, ohne Fachbegriffe.
  2. Vorteile und Rahmenbedingungen klar benennen: Faire und wettbewerbsfähige Vergütung, Einstiegsprogramme und Schulungsmöglichkeiten, gute Arbeitsbedingungen und -umfeld, soziale und Zusatzleistungen, langfristige Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten, Integration und Inklusion sowie Engagement und Unternehmenskultur.
  3. Schnelles und unkompliziertes Bewerbungsverfahren: Der Bewerbungsprozess sollte so einfach wie möglich gestaltet sein, ohne unnötige Formalitäten und für jeden zugänglich – auch mobil.
  4. Schnelle und klare Kommunikation: Ein schneller Rekrutierungsprozess sowie klare Kommunikation und Feedback sind entscheidend, da Kandidat:innen sonst zur Konkurrenz abwandern könnten – Jobs für Geringqualifizierte und Ungelernte sind oft austauschbar. Transparenz während des gesamten Bewerbungsprozesses ist hierbei unerlässlich.

Geeignetes Personal identifizieren: Effizienz durch Vorqualifizierung und Automatisierung (Qualify)

Eine hohe No-Show-Rate zu Bewerbungsgesprächen bei geringqualifizierten und ungelernten Arbeitskräften ist leider nicht unüblich. Und oft fehlt auch ein klares Verständnis der zu leistenden Arbeit, da wichtige Informationen nicht vorab geklärt wurden. Das kostet viel Zeit und Nerven im eigenen Team.

Daher ist eine sorgfältige Auswahl und gute Vorqualifizierung von Bewerbungen unerlässlich. Die umfassende Information der Bewerber über die Stellenanforderungen und Arbeitsbedingungen ist besonders wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden und die Motivation der Kandidat:innen zu erhöhen.

Um den Aufwand für unnötige Bewerbungsgespräche im eigenen Team zusätzlich zu minimieren, können viele Prozesse digitalisiert und automatisiert werden – einschließlich der Terminabsprachen. Diese helfen dabei, geeignete Kandidaten frühzeitig zu identifizieren und sicherzustellen, dass nur die vielversprechendsten Bewerber:innen zu Gesprächen eingeladen werden. Im Idealfall erfolgt keine direkte Beteiligung des HR-Teams bis zum eigentlichen Bewerbungstermin, wodurch Ressourcen geschont und die Effizienz gesteigert werden.

Ist Digitalisierung des Bewerbungsprozesses für Sie ein Thema? Wir informieren Sie gerne zu den effizientesten Optionen, die zu Ihrem Unternehmen passen.

Kundenstimmen aus der KEP-Branche

Foto von Anne-Mareike Henning, Chief People Officer, Lensing Media

„Dank der Vorqualifizierung erhalten wir Bewerbungen von hoher Qualität, was unseren Auswahlprozess enorm vereinfacht und beschleunigt. Die direkte Integration in unser Bewerbermanagementsystem erleichtert die Weiterbearbeitung. Unser internes Recruiting-Team wird spürbar entlastet und kann sich auf strategischere Aufgaben konzentrieren.“

– Anne-Mareike Henning
Chief People Officer, Lensing Media

„Joblicant bietet eine sehr gute Beratung und persönliche Betreuung, die uns von Anfang an überzeugt hat. Durch den flexiblen Kanalmix im Sourcing können gezielt die Arbeitskräfte angesprochen werden, die wir suchen. Die Joblicant-Plattform ist einfach und intuitiv in der Bedienung. Durch die Vorauswahl entsteht kaum Aufwand bei der Weiterqualifizierung der Bewerbungen.“

– Zenobiusz Urbanczyk
Geschäftsführer, BWPOST GmbH & Co. KG
Foto von Zenobiusz Urbanczyk, Geschäftsführer, BWPOST GmbH & Co. KG

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